Kroatien

Kurven, Küste und Meer

Entlang der Jadranska Magistrale 

Rijeka bis Zadar

🏍️ Strecke: Rijeka – Zadar
📏 Kilometer: ca. 225 km 
🕒 Fahrzeit: ca. 6 Stunden 
Kaffeepausen: 2 😉
🌍 Land: Kroatien

Küstenstraße statt Kilometerzählen

Nach dem ersten Reisetag wusste jeder, wie der Hase läuft. Frühstück, Motorräder beladen, Helme auf und los. Das ging am zweiten Morgen schon deutlich entspannter als noch am Vortag. Irgendjemand suchte zwar immer noch Handschuhe oder den Hotelschlüssel, aber inzwischen waren wir als Gruppe schon erstaunlich gut eingespielt.

Vor uns lag die kroatische Küstenstraße – einer der Gründe, warum diese Tour überhaupt auf unserer Wunschliste gelandet war. Während der Planung hatten wir die Strecke unzählige Male auf Google Maps verfolgt. Jetzt mussten wir nicht mehr auf den Bildschirm schauen. Wir waren mittendrin.

Kaum hatten wir Rijeka hinter uns gelassen, lag rechts die Adria, links erhob sich das Velebitgebirge und dazwischen schlängelte sich die Straße Kilometer um Kilometer der Küste entlang. Wirklich schnell kommt man dort ohnehin nicht voran. Nicht, weil es der Verkehr verhindert, sondern weil hinter fast jeder Kurve der nächste Platz auftaucht, an dem man am liebsten kurz stehen bleiben würde.

Und genau das machten wir auch. Mal für ein Foto, mal für einen Kaffee und manchmal einfach nur, weil man an so einer Aussicht nicht kommentarlos vorbeifahren kann.

In Karlobag kamen wir mit Mitgliedern des Golden Drakes MC ins Gespräch. Aus einem kurzen Plausch wurde eine Einladung zu ihrer nächsten Party. Die nahmen wir natürlich gerne an. 

Mit jeder Pause wurde uns bewusster, wie heiß dieser Tag tatsächlich war. Solange die Motorräder rollten, war die Temperatur gut auszuhalten. Kaum standen wir, lief der Schweiß schneller als jeder Tachometer. Zum Glück gehörten kalte Getränke und Kaffee genauso zu unserer Tagesplanung wie die nächste Kurve.

Je näher wir Zadar kamen, desto dichter wurde der Verkehr. Nach den vielen Kilometern entlang der Küste war das zunächst ungewohnt. Unser Navi führte uns durch mehrere Kreisverkehre und schließlich fast bis vor das Hotel. 

Im letzten Kreisverkehr erwischte eines unserer Motorräder eine Ölspur. Die Maschine rutschte weg, zum Glück bei geringer Geschwindigkeit. Das Motorrad blieb unbeschädigt, nur eine Schulter war danach etwas beleidigt. Nachdem der erste Schreck verdaut war, erreichten wir wenig später unser Hotel.

Mit einem kühlen Getränk in der Hand war die Ölspur schnell vergessen. Die Schulter meldete sich zwar noch eine Weile zu Wort, hatte aber ohnehin keine Wahl – am nächsten Morgen wartete bereits die nächste Etappe.

Dieser Reisebericht ist bewusst etwas kürzer gehalten. Im Buch Balkan-Abenteuer 2026 erwarten dich viele zusätzliche Erlebnisse, persönliche Gedanken und humorvolle Episoden, die auf der Website keinen Platz gefunden haben.

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